Von der Schreinerei zum Küchenstudio

Varia-Küchenstudio Peter Fuchs — vom Handwerk zum eigenen Studio
Kurzantwort

Wer als Schreiner oder Tischler bereits eine Verkaufsfläche hat, bringt das Schwierigste mit: Verständnis für Material, Maß und Montage. Der Schritt zum Küchenstudio bedeutet vor allem, das Geschäft vom Auftragshandwerk auf planungsgetriebenen Möbelverkauf umzustellen – mit Planungssoftware, einem festen Systemsortiment und einem Verkaufsablauf statt Angebotskalkulation. Ihre Handwerkskompetenz bleibt der Kern; Varia liefert Marke, Einkaufskonditionen über DER KREIS, Ausstellungskonzept und Schulung. Die Montage läuft anfangs extern, sodass Sie sich auf Planung und Verkauf konzentrieren können.

Stand: Juni 2026 · Alle Angaben Richtwerte, Quellen verlinkt

Was bleibt – und worauf Sie aufbauen

Als Schreiner oder Tischler beherrschen Sie das, was sich am schwersten lernen lässt und was viele Küchenverkäufer nie ganz verinnerlichen: ein sicheres Gefühl für Material, Maße und reale Einbausituationen. Sie sehen einer Wand an, ob die Planung später passt, und Sie können einem Kunden glaubwürdig erklären, warum eine Lösung funktioniert und eine andere nicht.

Diese Kompetenz ist im Küchenstudio kein Nebenschauplatz, sondern ein Verkaufsargument. Beratung schlägt Discount – gerade bei einem durchschnittlichen Küchen-Verkaufspreis von rund 18.000 € geht es um Vertrauen, nicht um den niedrigsten Preis. Ihr handwerklicher Hintergrund ist dafür ein echter Vorsprung gegenüber einem reinen Verkäufer.

Auch eine vorhandene Verkaufsfläche, ein eingeführter Standort und ein bestehender Kundenstamm aus der Region sind Substanz, auf der ein Studio aufbauen kann. Sie starten nicht bei null, sondern verschieben den Schwerpunkt Ihres Geschäfts.

  • Verständnis für Material, Maß und Montage – die Basis glaubwürdiger Planung
  • Bestehender Standort und Kundenstamm in der Region
  • Handwerkliche Glaubwürdigkeit im Beratungsgespräch
  • Unternehmerische Erfahrung als selbstständiger Betriebsinhaber

Was sich ändert: vom Auftragshandwerk zum Planungs- und Verkaufsbetrieb

Der größte Unterschied liegt nicht in der Werkstatt, sondern im Geschäftsmodell. Eine Schreinerei verdient an gefertigter Arbeit und kalkuliert Aufträge. Ein Küchenstudio verdient an Planung und am Verkauf von Systemküchen – die eigentliche Wertschöpfung verschiebt sich vom Bauen zum Beraten, Planen und Abschließen.

Konkret heißt das: Ihre Zeit fließt zunehmend in Beratungsgespräche, in die Planung am Bildschirm und in den Verkaufsprozess statt in die Maschinen. Die Küchen kommen als Systemware von Herstellern wie Varia Purion, Nobilia, Schüller oder Leicht; die Montage übernehmen anfangs externe Monteure. Das entlastet Sie und macht das Geschäft besser skalierbar, als wenn jede Küche durch Ihre eigene Werkstatt müsste.

Ehrlich gesagt ist das auch eine persönliche Umstellung. Wer es liebt, selbst zu fertigen, wird einen Teil dieser Arbeit abgeben. Wer dagegen Freude am direkten Kontakt mit Menschen und am Verkauf hat, findet hier ein Geschäft mit anderem Schwerpunkt. Mehr zu dieser grundsätzlichen Entscheidung finden Sie im Vergleich Franchise vs. Selbstständigkeit.

  • Schwerpunkt verschiebt sich von Fertigung zu Beratung, Planung und Verkauf
  • Systemküchen statt Einzelanfertigung – feste Lieferanten, kalkulierbare Preise
  • Montage anfangs extern, damit Sie sich auf Planung und Abschluss konzentrieren
  • Abgabe eines Teils der Fertigung, dafür planbarer Verkaufsablauf

Planungssoftware und Sortiment

Im Zentrum des Studios steht die Planung. Statt Werkstattzeichnung und Auftragskalkulation arbeiten Sie mit professioneller 3D-Küchenplanung – inklusive Visualisierung, mit der Kunden ihre Küche schon im Gespräch erleben. Die Software ist Teil der Schulung; Sie müssen sie nicht von außen einkaufen oder sich allein einarbeiten.

Das Sortiment ist als Systemsortiment organisiert. Varia arbeitet mit festen Systemlieferanten: der Eigenmarke Varia Purion (exklusiv nur bei Varia), dazu Bora, Nobilia, Schüller, Leicht sowie Geräten von Miele, Bosch, Siemens und AEG. Sie wählen also nicht aus einem offenen Markt, sondern verkaufen ein abgestimmtes, einkaufsstarkes Programm.

Genau hier liegt ein finanzieller Hebel: Über DER KREIS – den Einkaufsverband, zu dem Varia gehört – erhalten Sie Konditionen, die ein einzelner Betrieb so nicht verhandeln könnte. Das exklusive Varia-Purion-Studio macht außerdem eine attraktive Ausstellung möglich, ohne dass die Investition in die Schauküchen ausufert.

  • Professionelle 3D-Planung mit Visualisierung – Teil der Schulung
  • Festes Systemsortiment statt offener Beschaffung
  • Varia Purion als exklusive Eigenmarke
  • Einkaufskonditionen über den Verbund DER KREIS

Ablauf und Ausstellung: das schlanke Studio-Konzept

Eine bestehende Verkaufsfläche heißt nicht automatisch, dass sie als Küchenstudio funktioniert. Das schlanke Studio-Konzept von Varia rechnet mit rund 150 m² (150–200, maximal 300 m²) und 6 bis 8 Küchenkojen. Maßgeblich sind außerdem ein Einzugsgebiet ab etwa 20.000 Einwohnern, eine Hauptlage mit Schaufenster, 3–5 Parkplätze und idealerweise kein direkter Wettbewerber im Radius von 10–15 km.

Prüfen Sie deshalb früh, ob Ihr heutiger Standort diese Kriterien erfüllt oder ob ein angrenzender Ort der bessere Studio-Standort wäre. Mit dem Gebiets-Check sehen Sie, ob Ihre Region noch frei ist. Wo ein Gebiet vergeben ist, gilt für den Inhaber Gebietsschutz – das ist die Kehrseite, die Ihnen umgekehrt ebenfalls zugutekommt.

Der Weg zum eigenen Studio läuft strukturiert ab: Erstgespräch und Gebiets-Check, Standort- und Flächenbewertung, Businessplan und Bankgespräch, Schulung sowie Aufbau der Ausstellung. Bei jedem dieser Schritte begleitet Varia mit konkreter Hilfe, nicht nur mit einem Handbuch.

  • Rund 150 m², 6–8 Küchenkojen, Hauptlage mit Schaufenster
  • Einzugsgebiet ab ~20.000 Einwohnern, 3–5 Parkplätze
  • Gebietsschutz für das vergebene Gebiet
  • Begleitung von Standortbewertung über Businessplan bis Ausstellungsaufbau

Wie Varia begleitet – und was Sie mitbringen sollten

Varia ist seit 1997 am Markt und Teil von DER KREIS, einem Verbund mit europaweitem Rückhalt. Der Eintritt kostet einmalig 5.000 €, die laufende Franchisegebühr beträgt 199 € pro Monat – all-inclusive (Namensrechte, Landingpage, E-Mail-Postfächer, Varia Dashboard, Varia InfoNet) und ohne Umsatzbeteiligung — die Gebühr ist fix, nicht prozentual.

Zur Begleitung gehört die Ausbildung: rund 9 Wochen Praktikum in unserem Pilotbetrieb in Leonberg im Frei-Otto-Pavillon. So lernen Sie Planungssoftware, Sortiment und Verkaufsablauf in der Praxis kennen, bevor Ihr eigenes Studio öffnet – das gleicht die fehlende Routine im systematischen Küchenverkauf aus.

Ehrlich zu den Voraussetzungen: Als Richtwert sollten Sie Eigenkapital ab etwa 10.000 € mitbringen. Die Gesamtinvestition ist abhängig von Standort, Größe, Ausstellung und Konzept; unter bestimmten Voraussetzungen – etwa als exklusives Varia-Purion-Studio – liegt sie unter 100.000 €, sonst höher. Eine belastbare Zahl entsteht erst im gemeinsamen Businessplan für Ihren konkreten Standort. Garantien für Umsatz oder Gewinn gibt es nicht – das Ergebnis hängt von Standort, Markt und Ihrer Arbeit ab. Wenn Verkauf nicht Ihre Sache ist und Sie vor allem fertigen möchten, ist der Schritt zum Studio vermutlich nicht der richtige.

  • Eintritt 5.000 € einmalig, 199 €/Monat all-inclusive, 0 % vom Umsatz
  • Ausbildung: rund 9 Wochen Praktikum im Pilotbetrieb Leonberg
  • Eigenkapital als Richtwert ab ~10.000 €
  • Voraussetzung: Freude an Beratung und Verkauf, nicht nur an Fertigung

Häufige Fragen

Muss ich meine Schreinerei aufgeben, um ein Küchenstudio zu eröffnen?

Nicht zwingend. Viele Wege sind denkbar: vom kompletten Umstieg über ein zweites Standbein bis zur Umwidmung einer vorhandenen Verkaufsfläche. Entscheidend ist, ob Standort und Fläche das schlanke Studio-Konzept (rund 150 m², 6–8 Küchenkojen, Hauptlage mit Schaufenster) tragen. Das klären wir gemeinsam im Erstgespräch und im Gebiets-Check.

Brauche ich eine eigene Werkstatt und eigene Monteure?

Für den Start nicht. Die Montage läuft im schlanken Studio-Konzept anfangs extern. Sie konzentrieren sich auf Beratung, Planung und Verkauf. Ihre handwerkliche Kompetenz bleibt dabei ein Vorteil – bei der Aufmaßprüfung, der Planung und im Beratungsgespräch.

Welche Planungssoftware wird eingesetzt und muss ich sie selbst beschaffen?

Im Studio arbeiten Sie mit professioneller 3D-Küchenplanung inklusive Visualisierung. Die Software und ihre Anwendung sind Teil der Ausbildung – Sie müssen sich nicht allein einarbeiten oder Werkzeuge von außen einkaufen.

Kann ich frei einkaufen oder gibt es ein festes Sortiment?

Sie verkaufen ein festes Systemsortiment mit Varia Purion (Eigenmarke, exklusiv nur bei Varia), Bora, Nobilia, Schüller, Leicht sowie Geräten von Miele, Bosch, Siemens und AEG. Der Einkauf läuft über den Verbund DER KREIS zu Konditionen, die ein Einzelbetrieb so nicht erhält.

Was kostet der Einstieg?

Der Eintritt beträgt einmalig 5.000 €, die Franchisegebühr 199 € pro Monat all-inclusive, ohne Umsatzbeteiligung. Die Gesamtinvestition ist abhängig von Standort, Größe, Ausstellung und Konzept; unter bestimmten Voraussetzungen (z. B. exklusives Varia-Purion-Studio) unter 100.000 €, sonst höher. Eigenkapital sollte als Richtwert ab etwa 10.000 € vorhanden sein. Details unter Kosten.

Wie werde ich auf den Verkauf vorbereitet?

Über die Ausbildung: rund 9 Wochen Praktikum in unserem Pilotbetrieb in Leonberg. Sie lernen Software, Sortiment und Verkaufsablauf in der Praxis kennen, bevor Ihr Studio öffnet. Damit lässt sich fehlende Routine im systematischen Küchenverkauf gut aufholen.

Ist mein bestehender Standort geeignet?

Das hängt von Fläche, Lage und Einzugsgebiet ab. Sinnvoll sind etwa 150 m², ein Einzugsgebiet ab rund 20.000 Einwohnern, eine Hauptlage mit Schaufenster, 3–5 Parkplätze und möglichst kein direkter Wettbewerber im Radius von 10–15 km. Mit dem Gebiets-Check sehen Sie, ob Ihre Region noch frei ist; bei Bedarf bewerten wir auch einen alternativen Standort in der Nähe.

Gibt es eine Erfolgsgarantie?

Nein. Seriös lassen sich keine Umsätze oder Gewinne zusichern. Das Ergebnis hängt von Standort, Markt und Ihrer Arbeit ab. Was wir liefern, sind ein erprobtes System, Einkaufskonditionen über DER KREIS, Marke, Schulung und Begleitung. Eine belastbare Einschätzung für Ihren Standort entsteht im gemeinsamen Businessplan.

Aus dem Handwerk ins eigene Küchenstudio

Sie haben eine Verkaufsfläche und überlegen, ob ein Küchenstudio zu Ihrem Betrieb passt? Prüfen Sie zuerst mit dem Gebiets-Check, ob Ihre Region noch frei ist, und vereinbaren Sie ein Erstgespräch. Wir bewerten Ihren Standort ehrlich und rechnen die Investition im gemeinsamen Businessplan konkret für Sie durch.

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Daniel Otzelberger, Expansionsmanager bei Varia
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